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Schlossberg 1
4910 Ried im Innkreis
Tel:+43 7752 602
- 1310 (Gynäkologie)
- 1420 (Geburtshilfe)
- 2500 (Ambulanz)
Fax:+43 7752 602 - 6514
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Prim. Dr. Walter Dirschlmayer
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Urgynäkologie
Inhalt:

Urogynäkologie

Das Kontinenz und Beckenbodenzentrum Ried wurde mit der Absicht gegründet, eine zentrale Anlaufstelle für all jene Patientinnen zu sein, die unter unwillkürlichem Harn- oder Stuhlabgang sowie unter Senkungszuständen leiden.

Das Kontinenz und Beckenbodenzentrum Ried steht für hohe Qualitätsstandards. Das Zentrum selbst ist seit 2010 nach den Kriterien der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreichs (MKÖ) zertifiziert, das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried, in das es eingebettet ist, nach pCC inkl. KTQ.

Diese Zertifizierung ist die offizielle Bestätigung für eine langjährige Arbeit auf dem Gebiet der Erkrankungen des weiblichen Beckenbodens und des Problems der weiblichen Blasenentleerungsstörungen und des Harnverlustes (Inkontinenz).

Das Kontinenz und Beckenbodenzentrum Ried nimmt an allen nationalen Registern zur Qualitätssicherung von Operationen mit Bändern und Netzen teil. Weiters werden auch eigene Erhebungen zur Qualitätssicherung laufend durchgeführt.

Seit 2012 ist die Abteilung Schulungszentrum für Kollegen anderer Abteilungen betreffend diverse Operationen im Bereich des Beckenbodens.

Wir möchten uns bei unseren Kooperationspartnern für Ihr Engagement und gegenseitige Unterstützung bedanken ohne die es nicht möglich gewesen wäre ein derartiges Zentrum zu gründen und ständig zu verbessern. Wir bedanken uns aber auch bei unseren Patientinnen für ihr Vertrauen in unsere fachliche Kompetenz, dem wir auch zukünftig gerecht werden wollen.

Allgemeines:

Alleine in Österreich sind knapp 10 % der Bevölkerung von Inkontinenz- und Senkungsbeschwerden der Beckenorgane betroffen, 85% davon sind Frauen. Trotzdem stellt diese Problematik nach wie vor ein Tabuthema dar.

Im Kontinenz und Beckenbodenzentrum Ried  wollen wir uns in einer vertrauensvollen Atmosphäre für jede Patientin Zeit nehmen, denn bei der richtigen Diagnosestellung kann heute in den allermeisten Fällen geholfen werden!

 

Anatomie:

Der Beckenboden zählt zu einer der wichtigsten Muskelgruppen unseres Körpers. Bestehend aus drei übereinander gelagerten Muskelschichten grenzt der Beckenboden den Bauchraum nach unten hin ab und bildet einen wichtigen Schutz sowie Stütze für unsere Verdauungs- und Fortpflanzungsorgane.


Bekannte Risikofaktoren für Senkung und Inkontinenzbeschwerden sind höheres Lebensalter, Bindegewebsschwäche, übermäßige Belastungen wie schweres Heben und Tragen, vaginale Geburten mit schweren Kindern oder Asthma bronchiale.


Urodynamik:

Die Urodynamik ist eine Funktionsmessung der Blase. Mit dieser Form der Untersuchung lassen sich wertvolle diagnostische Daten für Blasenstörungen gewinnen.
Bei einer Urodynamik handelt es sich um eine Druckmessung. Dafür wird ein dünner Meßkatheter durch die Harnröhre in die Blase eingeführt. Die Blase wird dann über diesen Meßkatheter mit Flüssigkeit langsam gefüllt. Während der Füllungs- und Entleerungsphase der Blase sowohl in Ruhe als auch unter Belastung (Husten, Pressen) können mit Hilfe dieses Meßkatheters und einem zusätzlich vaginal positionierten Messkatheters kontinuierlich Drücke abgeleitet werden. So entsteht eine sogenannte Druckkurve.
Diese lässt den Arzt gemeinsam mit der Anamnese und der fachärztlichen Untersuchung Rückschlüsse auf die zugrundeliegende Inkontinenzform und daraus resultierende Therapiemöglichkeiten ziehen.

 

Therapiemöglichkeiten:

Unsere Patientinnen erhalten bei uns eine umfassende interdisziplinäre urogynäkologische Diagnostik, Beratung und einen daraus resultierenden Therapieplan.
Dafür stehen Experten aus verschiedenen Fachdisziplinen zur Verfügung. Eine breite Therapiepalette ist notwendig, um die gewonnenen diagnostischen Erkenntnisse umzusetzen.
Es  werden bei uns  sämtliche modernen und gängigen konservativen und operativen Therapiemöglichkeiten zur individuellen Behandlung angeboten.

An erster Stelle sollte wenn möglich die konservative Therapie durch ausgebildete Physiotherapeuten stehen, dabei können mit Beckenbodengymnastik, Biofeedback oder auch Stromtherapie wesentliche Erfolge erzielt werden.
Bei Dranginkontinenzen steht oft die medikamentöse Therapie im Vordergrund. Bei organischen Defekten, die nicht mit konservativen oder operativen Methoden geheilt werden können, ist an die Versorgung mit Vaginalpessaren zu denken.

Bei operativen Verfahren mit vaginalen Vorgehensweisen haben sowohl solche mit körpereigenem Gewebe als auch solche mit Netzprodukten einen fixen Platz im therapeutischen Spektrum. Nicht wegzudenken sind auch abdominale Verfahren wie die Burch-Kolposuspension oder die Sakrokolpopexie.

Erst der richtige individuelle Einsatz der Methoden oder auch die Kombination führen zu einer erfolgreichen Behandlung. 

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