Ein kurzer Eingriff verhilft Patienten mit Grauem Star wieder zu ungetrübtem Durchblick. Im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried, einem Unternehmen der Vinzenz Gruppe, ersetzt dabei ein Augenlaser der neuesten Generation das Skalpell.
Viele ältere, aber auch jüngere Menschen leiden unter einer Trübung der Augenlinsen, Katarakt genannt und landläufig als Grauer Star berüchtigt. Die Erkrankung nimmt dem Leben die Farben und lässt die Welt mehr und mehr hinter einem Schleier verschwinden. Doch das ist heute längst kein Schicksal mehr: Der Austausch der getrübten Augenlinsen durch hochwertige Kunststofflinsen macht den Blick wieder klar – und schärfer als je zuvor.
Im Innviertler Schwerpunktspital erfolgt diese Operation dank eines neuen Verfahrens nun noch genauer, sehr sicher und schonend: Hier ersetzt ein Augenlaser der neuesten Generation (ein sogenannter Femtosekundenlaser) das Skalpell.
Schmerzfrei ohne Injektion
Dieses Hochleistungsgerät wird über ein Kontaktglas zentral auf dem Auge des Patienten positioniert, welches zuvor mittels einer Tropfenlösung lokal betäubt wurde. Computergesteuert schneidet der Laser eine winzige Öffnung in Hornhaut und Linsenkapsel – rascher und exakter als selbst der erfahrenste Mediziner dies könnte.
Dann zerkleinert der Laser die Linse in winzige, völlig gleichmäßige Fragmente; sie werden vom Operateur anschließend restlos entfernt. Zuletzt setzt der Arzt unter dem OP-Mikroskop die Kunstlinse ein.
Optimale Vorbereitung für neue Linse
„Durch die absolut präzise Schnittführung lässt sich die Linse noch besser implantieren. Der winzige Schnitt sorgt für eine raschere Heilung und minimiert Entzündungsreize“, erklärt Prim. Doz. Dr. Robert Hörantner, der Leiter der Rieder Augenabteilung. Die Katarakt-Operation dauert nur wenige Minuten und ist völlig schmerzfrei. Bestimmte Sehfehler lassen sich durch die neue Linse gleich mitkorrigieren; ebenso können Verkrümmungen der Hornhaut (Astigmatismus) im gleichen Eingriff behoben werden.
Zusätzliche Kosten entstehen für die Patienten durch das innovative Verfahren nicht: „Wir bieten allen Betroffenen, die dafür in Frage kommen, diese Top-Behandlung an“, betont Doz. Hörantner.
