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Kontakt
OA Dr. Milo Halabi 

Aufgaben

Was machen Pathologen?

Mit einem Pathologen assoziiert man gemeinhin jemanden, der sich vor allem in kalten, düsteren Kellern aufhält und dort Leichen obduziert. Das war vielleicht einmal so. Heute verstehen wir Pathologen uns als "klinische" Pathologen, die einen nicht unwesentlichen, wenn auch für den Patienten nicht immer gleich sichtbaren Beitrag zur Diagnostik und zur weiteren Therapieentscheidung beitragen.

1) Zytologie

Der jährliche Zellabstrich vom Gebärmuttermund, den Sie, wenn Sie eine Frau sind, beim Frauenarzt abnehmen lassen, wird zu einem Pathologieinstitut eingesandt. Hier wird er entweder von einer Zytologieassistentin oder einem Arzt auf verdächtige Zellen penibel unter dem Mikroskop untersucht. Findet man verdächtige Zellen (in 3-5% der Abstriche) so kann aufgrund der vom Pathologen gestellten Diagnose der Frauenarzt seine weiteren therapeutischen Schritte unternehmen.
Der Pathologe als wichtiger Partner in der Krebsvorsorge.

2) Histologie

Nach einer Magenspiegelung untersucht der Pathologe unter seinem Mikroskop die entnommenen Gewebeproben auf entzündliche Veränderungen und natürlich Tumorzellen. Mit der Diagnose "Gastritis" oder "Magenkrebs" werden die Weichen für die weitere Therapie (medikamentöse Therapie oder Operation) ganz wesentlich mitbestimmt.
Der Pathologe als wichtiger Partner des Klinikers in der Diagnostik.

Während einer laufenden Operation (z.B. Brustoperation wegen eines Knotens in der Brust) beurteilt der Pathologe eine gewonnene Gewebsprobe mit einem Schnellverfahren ("Schnellschnittuntersuchung"). Von der Aussage des Pathologen ("gutartig" oder "bösartig") hängt der unmittelbare weitere Operationsverlauf beim Patienten ab.
Der Pathologe als wichtiger Partner des Chirurgen während der Operation.

Wird ein Patient z.B. wegen Dickdarmkrebs operiert, so wird das gesamte operierte Gewebe dem Pathologen zur Begutachtung übergeben. Er kann unter dem Mikroskop den Tumortyp, die genaue Ausdehung des Tumors und auch den Befall der Lymphknoten beurteilen. Alle diese Aussagen legen nicht nur weitere therapeutische Schritte fest (z.B. Chemotherapie) sondern auch die Prognose für den Patienten.
Der Pathologe als wichtiger Partner des Patienten.

3) Klinische Obduktion

Klinische Obduktionen: Obduktionen dienen laut Krankenanstaltengesetz zur Klärung von unklaren Todesursachen. Bei der Obduktion können letztmals Diagnosen und Therapieergebnisse überprüft werden und sind damit ein wichtiger Beitrag zur Qualitätssicherung in einem Krankenhaus.

Die Prosektur ist jener Ort, an dem der Tod dem Leben zu Hilfe kommt.

4) Mikrobiologie/Serologie

Weitere Schwerpunkte der Tätigkeiten des Pathologen sind die klinische Mikrobiologie, zur Diagnose von Infektionskrankheiten, die Serologie mit Nachweis von Antikörper gegen Infektionserregern und molekulargenetische Methoden zur Nachweis von spezifischen Antigenen.

5) Hygiene

Wenn Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns, wir geben Ihnen gerne Auskunft.