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Prim. Univ. Prof. Dr. Andras Kampfl

Die Parkinsonkrankeit

Die Parkinsonkrankheit betrifft in Österreich mindestens 16.000 Personen, v. a. in der zweiten Lebenshälfte. Sie tritt aber auch bei wesentlichen jüngeren Personen auf.

Die Hauptsymptome sind Verlangsamung, Verzögerung und Verminderung von Bewegungen im Gesicht, an Gliedmaßen, von Händen und Fingern, beim Gehen, eine nach vorn gebeugte Körperhaltung, Muskelsteifigkeit.
Dazu können eine Reihe von Symptomen wie Störungen der Geruchssinns, des vegetativen Nervensystems, z. B. Verstopfung, Kreislaufschwäche, Reizblase, Schwitzen, Schmerzen sowie Stimmungs-, Konzentrations-, Gedächtnis- und Schlafstörungen kommen.

Die Diagnose erfolgt durch eine genaue Befragung der Patientin oder des Patienten sowie von Angehörigen und durch eine neurologische Untersuchung. Zusatzuntersuchungen werden in erster Linie zum Ausschluss anderer, ähnlicher Erkrankungen durchgeführt. In manchen diagnostisch eindeutigen Fällen kann eine nuklearmedizinische Untersuchung nützlich sein.

Die Parkinson-Erkrankung lässt sich über Jahre gut behandeln. Der wichtigste therapeutische Ansatz ist der Ausgleich des Dopamin-Mangels mit Medikamenten.

Für Patientinnen und Patienten im fortgeschrittenen Stadium stehen auch komplexe Behandlungen zur Verfügung, etwaig elektronisch gesteuerte, äußerlich getragene Pumpen, die Wirksubstanzen direkt durch die Bauchdecke in den Dünndarm oder in das Unterhautfettgewebe befördern, oder neurochirurgische Operationen am Gehirn, wobei über einen unter die Haut gepflanzten Impulsgenerator und eine in die Tiefe des Gehirns implantierte Sonde Bewegungszentren stimuliert werden („tiefe Hirnstimmulation“).