Schlossberg 1
4910 Ried im Innkreis

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Kontakt
Prim. Dr. Erich Würnschimmel

Schwerpunkte

Die urologische Abteilung kann Ihnen ein komplettes Leistungsangebot in diagnostischer und therapeutischer Hinsicht bieten.

Die Qualitätssicherung erfolgt durch regelmäßige, aktive Teilnahme an internationalen Kongressen und Fortbildungsveranstaltungen, Durchführung eigener Studien und deren Publikation in urologischen Journalen sowie Teilnahme an laufenden internationalen Studien. Dies ermöglicht die rasche Umsetzung von neuen, modernen Behandlungsmethoden im klinischen Alltag. Alle Krebspatienten werden in einem eigenen Tumorregister erfasst, wodurch deren optimale Betreuung gesichert wird. Unsere Mitarbeiter sind aktive Mitglieder in den Arbeitskreisen für Primarärzte, Urologische Onkologie, Blasenfunktionsstörungen, Kinderurologie sowie Andrologie und sexuelle Funktionsstörungen. 

Greenlight-Laserbehandlung der gutartigen Prostatavergrößerung

War bisher die sogenannte Hobelung (Resektion mit elektrischer Schlinge) der Goldstandard der operativen Therapie der gutartig vergrößerten Prostata, so wird diese zunehmend durch die Lasertherapie abgelöst. Wir blicken auf eine langjährige Erfahrung mit dieser Methode zurück und verwenden derzeit bereits den Greenlight-Laser der 3. Generation (XPS-180 Watt).  

Die Greenlight-Lasertherapie hat folgende Vorteile: Kein Blutverlust, keine Einschwemmung von Spülflüssigkeit in den Blutkreislauf und wesentlich kürzere Katheterliegedauer. Der Katheter kann in der Regel bereits nach 24 Stunden entfernt werden, der Spitalsaufenthalt wird signifikant verkürzt. 

Krebserkrankungen:

Bösartige urologische Erkrankungen sind überaus häufig. Deshalb ist uns die optimale Betreuung der davon betroffenen Menschen ein äußerst wichtiges und persönliches Anliegen.

Exakte Diagnostik, operative Maßnahmen, Chemotherapie und Strahlentherapie, Schmerzbehandlung, Ernährungsberatung, Physiotherapie und nicht zuletzt menschliche Zuwendung und Pflege müssen aufeinander abgestimmt werden um den erwünschten Heilungserfolg zu ermöglichen.

Die Krankheitsbilder werden bei Bedarf in unserer interdisziplinären onkologischen Konferenz (IOK) beraten. Die entsprechenden Therapien führen wir an unserer Abteilung selbst durch oder organisieren allfällige diagnostische oder therapeutische Maßnahmen an onkologischen Zentren für unsere Patienten.

Beispiele onkologischer Operationen an unserer Abteilung

Optimale Ergebnisse in der Krebschirurgie können nur gewährleistet werden, wenn ausreichende Erfahrungen mit Techniken der Allgemeinchirurgie, Plastischen Chirurgie, Gefäßchirurgie und Thoraxchirurgie bestehen. Deshalb können an unserer Abteilung u.a. folgende Operationen angeboten werden:

  • Potenzerhaltende, retropubische radikale Prostatektomie (immer mit Lymphadenektomie) bei Prostatakarzinom
  • Zystoprostatektomie/ Zystektomie mit Lymphadenektomie mit Blasenersatz durch eine orthotope Ileumneoblase bei Mann und Frau bei Blasenkarzinom
  • Palliative Harnableitung bei tumorbedingten Harnstauungsnieren mittel subcutaner Prothese ("künstlicher Harnleiter")
    • Nierentumoroperationen: Je nach Indikation laparoskopische Tumornephrektomie oder laparoskopische Tumorexstirpation, offene Operation extraperitoneal interkostal, transperitoneal oder thorakoabdominal, wobei Tumorthromben bis Grad II operiert werden.


Laparoskopische Operationen:

Die sog. "Knopflochchirurgie" kann bei bestimmten Indikationen die Belastung für den Patienten senken und bietet ein besseres kosmetisches Ergebnis. Sie wird an unserer Abteilung insbesonders für die Diagnostik und Therapie bei Bauchhoden, Varikozelen, symptomatischen Nierenzysten und Wandernieren, Schrumpfnieren, inkarzerierten Harnleitersteinen, Harnleitererkrankungen (Ureterolyse) u.a. angewendet. Ebenso wird die laparoskopische Operation von Nierentumoren (radikale Tumornephrektomie und Tumorexstirpation) bei entsprechender Indikation durchgeführt.

Single port laparoscopic endoscopic surgery:

Die sogenannte "narbenlose Knopflochchirurgie" (U-LESS = Transumbilical laparoendoscopic single incision surgery) wird zunehmend angewendet. Dabei werden sämtliche Instrumente über den Bauchnabel eingeführt, sodass keinerlei sichtbare Narben zurückbleiben.

Die urologische Abteilung in Ried ist mit dieser Methode führend.
So wurde in Ried österreichweit die erste LESS-Nierenzystenoperation, die erste LESS-Nephropexie (Nierenbefestigung bei Wanderniere), die erste LESS- Nierentumorresektion und die erste LESS-Tumornephrektomie bei bösartigem Nierenzellkarzinom in Österreich durchgeführt.


Mikrochirurgische Operationen:

Die Mikrochirurgie (Operation unter dem Mikroskop) ist besonders im andrologischen Bereich erforderlich. Wie verwenden sie z.B. für die Vasovasostomie bzw. Vasoepidimostomie (Wiederherstellungsoperation nach erfolgter Vasektomie) aber auch für die Behandlung des chronischen Hodenschmerzes (Samenstrangdenervation) sowie routinemäßig bei Varikozelen.

Steinbehandlung:

Nieren- und Harnleitersteine benötigen eine genau abgestimmte Therapie.
Zur Behandlung des Steinleidens steht ein ESWL-Lithotriptor ("Steinmaschine") zur Verfügung; daneben auch alle Möglichkeiten der endoskopischen Steinbehandlung (perkutane Litholapaxie, Ureterorenoskopie inklusive Holmiumlaser der letzten Generation zur endoskpischen Steinzertrümmerung). In ausgewählten Fällen müssen Harnsteine laparoskopisch oder mit einer Schnittoperation entfernt werden.


Kinderurologie:

10 - 15 % der Patienten der urologischen Abteilung sind Kinder. Die enge Zusammenarbeit mit der Kinderabteilung des Hauses sowie sämtliche für kinderurologische Erkrankungen relevanten diagnostischen Ressourcen des Diagnostikzentrums (z.B. Isotopennephrographie) ermöglichen eine optimale Betreuung unserer kleinen Patienten.

Beispiele kinderurologischer Erkrankungen, die an unserer Abteilung behandelt werden:

  • Kryptorchismus (z.B. Laparoskopische Abklärung)
  • Megaureter (z.B. Ureterkutaneostomie)
  • Angeborene Ureterabgangsstenose (Nierenbeckenplastik)
  • Vesikorenale Refluxerkrankung (Ostiumunterspritzung als Alternative zur Langzeitchemoprophylaxe, Ureterneueinpflanzung)
  • Hypospadien (MAGPI, Duckett, Onlay, Snodgrass)


Inkontinenz:

Inkontinenz ist ein zunehmendes Problem bei Frauen und Männern oder aber auch bei Kindern z.B. in Form des Einnässens. Vor jeder Therapie ist eine genaue urologische Diagnostik unabdingbar. An der Abteilung stehen dafür ein großer urodynamischer Messplatz, Endoskopie, Sonographie sowie radiologische Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Therapeutisch  kommen konservativ zB Biofeedback zur Anwendung, operativ bei Frauen zB TVT-O (Schlingenoperation) oder Meatotomie, beim Mann verschiedene Schlingenoperationen bis hin zum Einbau eines künstlichen Schließmuskels. Spezielle Indikationen werden mit Kortison oder Botox-Unterspritzungen behandelt.

Bei bestimmten Inkontinenzformen erfolgt eine Neuromodulation durch Einbau eines Blasenschrittmachers.


Harnröhrenchirurgie:

Harnröhrenstrikturen sind aus verschiedenen Gründen beim Mann relativ häufig. Die klassische Behandlung mittels Harnröhrenschlitzung führt nicht immer zu dauerhaften Erfolgen. Wir besitzen große Erfahrung mit rekonstruktiven, offenen Harnröhrenoperationen (zB verschiedene Onlay-Techniken und Harnröhrenersatz mittels Mundschleimhaut, End-zu-Endanastomosen oder zweizeitige Mesh-Graft-Urethroplastiken).