Physiotherapie in der Palliativmedizin

Die Physiotherapie ist in der Palliativmedizin ein wichtiger Baustein in der ganzheitlichen Behandlung von Patient*innen.

Das Wissen um die begrenzte Lebenserwartung von Patient*innen und die bewußte Auseinandersetzung mit dem Tod macht die Betreuung von Palliativpatient*innen auch menschlich besonders anspruchsvoll

Mit Bewegungstherapie und Maßnahmen der physikalischen Therapie können wir entscheidend dazu beitragen, dass Patient*innen in der Palliativmedizin solange wie möglich selbstständig bleiben.

Die körperlich-seelische Tagesform von Patient*innen  ist für die Durchführung von physikalischen Maßnahmen entscheidend. Somit ist immer die*der Patient*in der täglich entscheidende Indikator für die Therapeut*innen über Dauer, Intensität und Art der Behandlung.

Häufig können Patient*innen mehr Selbstständigkeit bei den Aktivitäten des täglichen Lebens erreichen, seine Abhängigkeit verringern und dadurch neue Kräfte und Bewegungsfähigkeit entwickeln.

Ein Patient beschrieb es so:

"Bewegung ist für mich Leben und hilft mir sterben!"

Folgende physiotherapeutische Therapieformen werden in der Palliativmedizin am häufigsten angewandt:

  • Mobilisierung
  • akt./pass. Bewegungsübungen
  • Atemtherapie
  • versch. Massageformen: 
    • manuelle Lymphdrainage
    • Fussreflexzonenmassage
    • Bindegewebsmassage (leichte Hauttechnik)
    • Ohr-Akupunkturmassage 

Auch in der Physiotherapie kann man dazu beitragen, dass Patient*innen in Würde sterben können.

Bei Palliativpatient*innen spielen sehr viele körperliche und seelische Einflüsse eine entscheidende Rolle bei der Wirkung der Therapie.

Die beschriebenen Behandlungen haben den Patient*innen in vielen Fällen schmerzlindernd geholfen.

Die physiologische Schmerzlinderung, die Entspannung und die Kraftentfaltung des Palliativpatient*innen bilden die Grundlage für einen würdevollen Sterbeprozeß.

Wir helfen Menschen leben.

Bis zuletzt.