Aktuelles aus der Abteilung für Chirurgie

Geballtes Know-how gegen komplexe Bauchbeschwerden

Das Viszeralboard am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried erstellt multidisziplinäre Therapiekonzepte für Patientinnen und Patienten mit schwierigen, nicht-onkologischen abdominellen Krankheitsbildern.

Das Tumorboard am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried ist bereits seit etlichen Jahren etabliert und aus der Behandlungsplanung bei malignen Erkrankungen nicht mehr wegzudenken. Nun befasst sich im Innviertler Schwerpunktspital ein weiteres interdisziplinäres Gremium auch mit nicht-onkologischen Erkrankungen im Bereich der Gastroenterologie und Viszeralchirurgie.

„Mit dem Viszeralboard fassen wir die Aufgaben unseres Darmgesundheitszentrums nochmals weiter“, erklärt Chirurgie-Oberarzt Dr. Peter Adelsgruber. Diesem Board gehören Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachgebiete an, von Chirurgie und Innerer Medizin über Radiologie und Pathologie bis zur Psychologie.

Auch für extramurale Patientinnen und Patienten
Einmal wöchentlich werden in dieser Runde Patientinnen und Patienten mit komplexen bzw. chronischen viszeralmedizinischen Beschwerden besprochen, etwa unklare Abdominalschmerzen, chronisch-entzündliche Pankreatitis, Pankreaszysten, Morbus Crohn, intestinale Fisteln u. a. – „alles, was das Tumorboard nicht abdeckt“, so Dr. Adelsgruber.

Die interdisziplinäre Expertise wird in einem Therapieplan gebündelt und von Dokumentationsassistenten entsprechend den Richtlinien dokumentiert.

Dem Viszeralboard werden nicht nur stationäre Patientinnen und Patienten vorgestellt. Die interdisziplinäre Expertise steht ebenso für ambulante Fälle zur Verfügung, ausschließlich auf Zuweisung durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte. Dass Bedarf dafür besteht, kam auch beim jüngsten Online-Live-Talk des Chirurgie-Leitungsteams mit Zuweiserinnen und Zuweisern klar zum Ausdruck.

Zuweisung unbedingt erforderlich
Die Anmeldung von Patientinnen und Patientinnen erfolgt über die chirurgische Ambulanz, die interne Ambulanz oder über Zentrumskoordinator Markus Neumann. Vorhandene Befunde sollen dabei unbedingt mitübermittelt werden.

„Wir wollen unseren niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen einen möglichst niederschwelligen Zugang zum Viszeralboard anbieten, gerne auch auf kurzem Weg bei einem kollegialen Telefonat“, betont Dr. Adelsgruber.

Kontakt:
Zentrumskoordinator Markus Neumann
markus.neumann@bhs.at
07752 602-91227 (Montag bis Freitag 9.00 bis 12.00 Uhr)